Wandern mit Kindern


Taubenstein und Rotwand

Region: Spitzingsee in der Ferienregion Schliersee-Tegernsee in den bayrischen Alpen

In den Herbstferien waren wir nochmals in den Alpen unterwegs. Das "Wir" heißt, meine Frau, meine Kinder (6 Jahre, 3 Jahre und fast 10 Monate) und ich. Diesmal hat es uns in die Region Schliersee-Tegernsee verschlagen. Unser Quartier haben wir am Fuß des Wendelsteins im Ort Fischbachau-Aurach bezogen.

Wir wollten gerne eine Tour machen, die landschaftlich sehr schön und abwechslungsreich und für die Kinder nicht zu lange ist. In dem Wanderführer haben wir dann die Tour zum Taubenstein und zur Rotwand entdeckt. 

 

Los ging es am Spitzingsee am Parkplatz der Taubensteinbahn. Das Parkticket kostet 5,00 Euro und kann aber teilweise mit den Tickets der  Taubensteinbahn verrechnet werden, denn wir nutzen zum Anfang die Taubensteinbahn. 

 

An der Bergstation angekommen genießen wir erstmal den Ausblick auf den Wendelstein und den Jägerkamp. Gut ausgeschildert gehen wir von der Bergstation nach rechts. Der Weg ist anfangs etwas steil, lässt sich aber gut bewältigen. Nach wenigen Minuten kommen wir auf eine große Freifläche an. Dort gibt es ein kleinen Felden zum Klettern für die Kinder oder die Möglichkeit auf den Taubenstein(1693 m) zu steigen. Bis zum Gipfelkreuz sind es nur gut 5 Minuten. Allerdings ist Trittsicherheit ein Muss. Jedoch sind die schwierigeren Passagen mit Drahtseil gesichert. Meine Frau hat sich bereit erklärt bei den zwei kleineren Kindern zu bleiben und ich bin mit meinem 6-jährigen Sohn zum Gipfel aufgestiegen. Es waren seine ersten Klettererlebnisse am Berg. Er war begeistert. Oben am Gipfelkreuz angekommen haben wir natürlich ein Selfi geschossen, um den Moment festzuhalten.

Über den Aufstiegsweg ging es dann wieder runter zur Familie und unsere Wanderung führte uns weiter über einen steilen, stufenartigen Anstieg bis der Weg breiter wurde und einer Forststraße ähnelte. Unser kleines, fast 10 Monate altes Kind hat dies nicht gestört. Sie saß im Tragerucksack und ist eingeschlafen. 

Nach ungefähr einer Stunde haben wir ein weiteres Etappenziel erreicht - das Rotwandhaus. Dort gab es erstmal ein leckeres Mittagessen als Stärkung. Danach stand die Frage im Raum, ob wir die 15 Minuten zum Gipfel der Rotwand auf uns nehmen oder absteigen. Wir sind bei blauen Himmel und Sonnenschein gestartet. Allerdings zog sich der Himmel dann immer mehr zu. Nun sieht es aus, als ob schlechtes Wetter aufziehen wird. So entschieden wir uns für den Abstieg.

Nun geht es auf den Weg zurück zum Spitzingsee. Laut der Ausschilderung brauchen wir 1,5 Stunden - also eine machbare Strecke.

Gleich unterhalb des Rotwandhauses folgt eine schöne Überraschung - Murmeltiere. Für meine Frau und meine Kinder ist es das erste Mal, dass sie Murmeltiere sehen. Ein Stück weiter hören wir dann laute Pfiffe - dort ist ein weiteres Murmeltier.

Der Weg führt uns weiter einer Forststraße entlang nach unten, die dann durch einen Wald geht und auf einer Asphaltstraße endet. Grundsätzlich ist dies eine angenehme Strecke zum Laufen. Nur die Zeitangabe stimmte nicht ganz. Der Weg zurück dauerte 3 Stunden (!) statt den angegebenen 1,5 Stunden. Zum Glück konnten wir unsere erschöpften Kinder immer wieder ermutigen weiter zu gehen. Wir haben ihnen ein Eis versprochen und dies hilft meistens. :-) 

Überglücklich kamen wir dann am Spitzingsee an. Allerdings war es jetzt schon spät und so ging es gleich ins Quartier zum Abendbrot und das Eis verschieben wir auf den morgigen Tag.