Königssee mit Kind und Kinderwagen


Wir haben einen kurzen Ausflug zum Königssee gemacht. Mit dabei waren meine liebe Frau und drei unserer Kinder, sowie der Kinderwagen. Schnell stellt sich die Frage, wie man die Zeit am sinnvollsten nutzen kann, um die Bedürfnisse aller Familienmitglieder abzudecken. Meine Jungs wollen etwas entdecken und Spaß haben, meine kleine Tochter liegt im Kinderwagen und so muss es kinderwagengerecht sein, meine Frau möchte die Schönheit der Natur genießen und ich möchte wandern, genießen und Fotos schießen. Also was ist zu tun?

 

Wir entschieden uns nach dem Frühstück im Hotel an den Königssee zu fahren. Dort gibt es den Malerwinkl-Rundweg. Dieser ist derzeit fast kinderwagengerecht. Wieso nur "fast"? Die Jennerbahn und die Zufahrt zur Jennerbahn werden derzeit (Stand: Ende April) gebaut. Die Straße wurde frisch geteert und auf dem Fußweg lagen Berge von Teerresten. Also hieß es die ersten paar Meter den Kinderwagen über die Teerberge zu heben. Nach zirka 30 Meter war dieses Hindernis geschafft und so konnte es losgehen.

 

Wie der Name es schon sagt, es ist ein Rundweg. Man kann sich also entscheiden, ob man beim Königssee beginnt oder endet. Wir haben uns entschieden so zu laufen, dass wir am Königssee enden. So ging es erst bergan in den Wald. Der Weg ist durchweg barrierefrei und breit. Die Kinder haben viele Möglichkeiten die Natur durch ihre eigenen Augen zu entdecken. So werden Felsblöcke schnell zu Dinosaurier und andere Figuren.

 

Auch die wunderschönen Aussichten auf den Königssee und St. Bartholomä genießen die Jungs. Unsere Tochter ist mittlerweile eingeschlafen und genießt die Runde schlafend. So können wir uns auch ein paar Minuten hinsetzen und den Vogelchor lauschen. Ab und zu wird der Chor durch ein "Klick" unterbrochen. Es bieten sich schöne Fotomotive, die ich nicht verpassen möchte abzulichten.

 

Am Ende des Rundweges kehren wir noch ein und nehmen ein Mittagessen zu uns. 

 

Nun stellt sich die Frage, was wir nun machen. Die Jungs sind müde und haben keine Lust auf weitere Wanderungen. Glücklicherweise habe ich heute in der Früh ein Prospekt im Hotel mitgenommen. Dort wird die Roßfeld-Panoramastraße vorgestellt. Das klinkt nach eine gute Idee. Also fahren wir dorthin. Belohnt werden wir nach etlichen Kurven mit einer herrlichen Aussicht auf die Bergwelt bis hin nach Salzburg. Am Scheitelpunkt der Strecke angekommen, auf ungefähr 1560m Höhe, halten wir an und steigen aus. Erstmal müssen wir die Jungs wecken. Aber das wird leicht, denn hier liegt noch Schnee und so konnten wir bei 28 Grad und Sonnenschein eine kleine Schneeballschlacht machen. 

 

Auch gibt es die Möglichkeit einen kleinen Panoramarundweg zu laufen. Dies haben wir uns nicht entgehen lassen. Neben der schönen Aussicht konnten wir auch einen Paragleiter beobachten, wie er startete. Das war für die Jungs und uns sehr spannend. 

 

Zum Abschluss des Tages und zur Belohnung gab es dann noch in dem nahe gelegenem Panoramagasthof ein Eis.

 

Ein Video dazu findet man unter: https://youtu.be/kH5a0ten3oU