Erfahrungsbericht mit wizz-air


 

Vorab: Ich gebe hier meine persönlichen Erfahrungen wieder und bin weder von Wizz Air noch von einer anderen Fluglinie bezahlt oder beauftragt.

 

 

 

In den Jahren 2006 bis 2008 habe ich in einem ehrenamtlichen, humanitären Dienst in Georgien gearbeitet. In dieser Zeit habe ich das Land und die Menschen lieben gelernt. Immer mal wieder habe ich Sehnsucht nach meiner zweiten Heimat, so wie ich Georgien immer nenne. So überkam es mich auch im September dieses Jahres. Meine liebe Ehefrau genehmigte mir eine Reise nach Georgien. Sie ist im 6. Monat schwanger und kann leider nicht mitreisen. Sie weiß aber, wie sehr ich die Landschaft in Georgien liebe. Also habe ich mich gleich vor den Computer geklemmt, um einen Flug zu finden. Ziemlich schnell stellte ich fest, dass der Flug teurer wird als geplant. Also wollte ich schon meinen Plan fallen lassen. Doch dann wurde ich auf die Billigfluglinie Wizz Air aufmerksam. Als erstes war ich skeptisch – Billigfluglinie, ob die gut ist? Beim weiterem recherchieren stellte ich fest, dass die Linie die kleineren Flughäfen eines Landes ansteuert. So kann die Airline richtig Geld sparen. In meinem Fall wird nicht die Hauptstadt angesteuert, sondern ein kleinerer Flughafen, der zirka 3 Stunden von der Hauptstadt entfernt ist.

 

 

 

Die Homepage der Firma ist sehr überschaubar und einfach gestaltet und somit sehr intuitiv bedienbar. Es kann zwischen mehreren Sprachen gewählt werden, u.a. auch Deutsch. Man merkt auch, das die Seite professionell übersetzt wurden ist. Somit scheint es auch ganz seriös zu sein.

 

Buchen kann man hier nur Direktflüge, keine Umsteigeverbindungen oder Gabel-Flüge. Aber das ist ok. Von Berlin-Schönefeld aus gibt es eine Direktverbindung nach Kutaissi, Georgien. Geflogen wird nicht täglich, sondern nur an bestimmten Tagen in der Woche.

 

 

 

Schnell war die passende Flugverbindung gefunden und bei dem Preis (ca. 305,00 Euro) war ich positiv überrascht. Im Vergleich wäre die günstigste Variante von Berlin-Tegel über Kiew nach Tbilisi, Georgien bei über 550,00 Euro gewesen. Allerdings war ich mir noch nicht schlüssig, ob ich buchen sollte. Also sagte ich zu meiner Frau, dass ich nochmals eine Nacht drüber schlafen werde.

 

 

 

Am nächsten Morgen habe ich mich entschieden zu buchen. Ich hatte noch 10 Minuten bevor ich auf Arbeit musste, also dachte ich mir, dass ich die Zeit nutzen werde. Schnell den Computer anschalten, die Homepage aufrufen, den Flug wählen und buchen.

 

 

 

Beim Buchen hat man die Auswahl welches Ticket man wählen will – Basic, WIZZ Go oder WIZZ Plus.

 

 

 

Der Unterschied ist der Preis und die Leistung, die dahintersteht.

 

Bei der Basic-Option ist nur ein kleines Handgepäckstück sowie der Online Check-in nur ab 2 Tage vor Abflug inkludiert. Der nächste Tarif beinhaltet ein normales Handgepäck, ein 20kg Aufgabegepäckstück sowie eine kleine Tasche zusätzlich am Board. Der Online Check-in ist ab 30 Tage vor Abflug möglich und es besteht die Möglichkeit der kostenfreien Sitzplatzwahl, jedoch mit kleinen Einschränkungen.

 

Die Premiumversion des Tickets ist der WIZZ Plus Tarif. Dort kann man ein 32 kg Gepäckstück aufgeben. Außerdem ist auch das kostenlose Check-in am Flughafen inklusive, welches sonst 10,00 Euro kostet. Weiterer Bonus in dieser Tarifoption ist das kostenlose Umbuchen und die Sitzplatzwahl mit mehr Beinfreiheit.

 

 

 

Nach der Auswahl des entsprechenden Tickets, in meinem Fall das WIZZ Go, ist man schnell auf der Seite mit den Optionen zum Buchen von Zusatzgepäck. Auch die Sitzplatzreservierung geht schnell und unkompliziert. An der Stelle sei noch gesagt, dass der Flugpreis um 10,00 Euro über Nacht gefallen ist. Juhu!! Noch etwas mehr Geld gespart.

 

Wenn man noch kein registrierter Nutzer ist, wird man aufgefordert sich zu registrieren. Auch das geht schnell und sehr unkompliziert. Bauchschmerzen hatte ich nur bei der Passwortvergabe. Man sieht das eingegebene Passwort nicht und auch gibt es keine Aufforderung, sein Passwort zu wiederholen. Also habe ich gehofft, es richtig eingegeben zu haben. Nach der Eingabe bestätigt man noch das Lesen der Nutzungsbedingungen. Plötzlich piept mein Posteingang. Schon habe ich eine Registrierungsbestätigung mit einem Link, falls ich das Passwort vergessen habe. So waren meine Ängste dahingehend schnell beruhigt.

 

 

 

Auch das Bezahlen geht, wie alles auf der Seite, leicht und unkompliziert mit Kreditkarte.

 

 

 

Während des Prozesses der Buchung hat man die Möglichkeit zu wählen, ob man online eincheckt oder am Schalter. Jedoch werden am Schalter Gebühren in Höhe von 10,00 Euro fällig.

 

Sofort kam mir der Gedanke, dass ich in Georgien nicht wirklich eine Möglichkeit habe mich 24h vor Abflug, wie es bei den meisten Airlines üblich ist, online einzuchecken. Also müsste ich in Georgien am Schalter einchecken und das sind die eingesparten 10,00 Euro.

 

Zu meiner großen Überraschung stellte ich fest, dass ich bereits schon jetzt für den Hin- und Rückflug einchecken kann. Dies habe ich auch getan und den Boardingpass ausgedruckt. So, nun sind 10 Minuten um und ich muss auf Arbeit. Das ist schon fast rekordverdächtig – 10 Minuten fürs Buchen, Bezahlen und Einchecken.

 

 

 

Endlich war der Tag des Abfluges gekommen. Noch in der Nacht bin ich zum Flughafen Berlin-Schönefeld gefahren. Probleme hatte ich nur beim Abgeben des Mietwagens, da die Ausschilderung nicht so gut ist. Nach ein paar extra Runden habe ich dann die Mietwagenrückgabe gefunden.

 

 

 

Als nächstes ging es zur Gepäckaufgabe. Da der Flughafen nicht ganz so groß ist, sind die Wege auch relativ kurz. Die Gepäckaufgabe ging schnell und unkompliziert. Und schon war ich auf dem Weg durch die Sicherheitskontrolle und zum Abfluggate.

 

 

 

Nun war es Zeit für das Boarding. Hier wurde zwischen den verschiedenen Ticketoptionen kein Unterschied gemacht. Wenn man das positiv sehen will, dann Priority-Boarding für alle. Schnell war ich dann am Flieger. Freundlich wurde man im Flugzeug begrüßt. Schnell habe ich das Handgepäck verstaut. Es gibt ausreichend Platz für das Handgepäck. Und schon saß ich auf meinen Platz am Fenster. Erstaunlicherweise war der Sitzabstand normal und es gab keinen Unterschied zu anderen Fluglinien. Es gibt nur keinen Fernseher. Aber auch das finde ich nicht schlimm. So habe ich mal Zeit zum Lesen und zum Schlafen. Die Mahlzeiten kann man günstig am Board kaufen. Ein Sandwich kostet 3,00 Euro und Getränke gehen ab 1,50 Euro los.

 

Während dem Flug merke ich das erste Mal, dass ich in einer Billigfluglinie sitze, denn die Sitzposition lässt sich nicht verändern. So ist es etwas schwierig im aufrechten Sitzen zu schlafen. Deshalb fällt der Schlaf kürzer aus wie erhofft.

 

Pünktlich sind wir in Georgien gelandet und ich konnte meinen Urlaub beginnen.

 

 

 

Der Rückflug war genauso unkompliziert wie der Hinflug. Auch hier war ich froh einen Fensterplatz zu haben. Dort kann man wenigstens den Kopf zusätzlich anlehnen.

 

 

 

Fazit:

 

Das Buchen geht genauso schnell und unkompliziert wie alles andere bei der Fluglinie. Ich würde wieder mit WIZZ Air fliegen – jedoch nicht länger als 4 Stunden. Denn dort fängt es schon an alles weh zu tun. Aber auf Kurzstrecken ist die ungarische Airline eine gute Option. Der Service sowie das Wohlfühlklima stimmen. Bis zum nächsten Flug!